Markenrecht: Warum viele Namensideen an der Markenrealität scheitern

Ein starker Markenname soll klar, einprägsam und assoziativ sein. Verständlich, dass viele unserer Kundinnen und Kunden im Naming-Prozess zu Begriffen tendieren, die auf Anhieb bekannte Bilder im Kopf wachrufen und positiv belegt sind – zum Beispiel griechische Gottheiten, Planeten oder was auch immer innovativ, hochwertig oder in anderer Form attraktiv anmutet und zur Produktpositionierung passt. Namen, die kraftvoll klingen, zugleich vertraut wirken und möglichst universal ein bestimmtes Gefühl transportieren.

Doch was auf der konzeptionellen Ebene begeistert, ist markenrechtlich allzu oft ein echtes Minenfeld. Wir von NOMEN wissen das, weil wir uns täglich in diesem Minenfeld bewegen, unsere Kunden durch den Naming-Prozess hindurchnavigieren und dafür sorgen, dass alles gut geht.
Markenrecht – oft unterschätzt
Die Zahl der bereits registrierten Marken weltweit ist enorm und sie steigt täglich. Je gängiger und bildhafter ein Begriff ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass er längst geschützt ist – nicht selten hundertfach und in zig Abwandlungen. Wer heute zum Beispiel den Namen Rise schützen möchte, muss damit rechnen, auf über 300 registrierte Marken in identischer oder ähnlicher Form zu treffen. Ob man dann es dann mit Ryse oder Arise probiert, macht juristisch kaum einen Unterschied. Aus markenrechtlicher Sicht ist das schlicht und einfach zu nah dran. Die sogenannte Markenähnlichkeit ist ein komplexes Feld, das sich nicht mit einem simplen „Klingt aber anders“ beantworten lässt.
Oft hören wir auch: Wenn es schon 300 ähnliche Marken gibt, dann muss es für uns auch noch Platz geben. Darauf sollte man sich nicht verlassen.
Es kann trotzdem gehörig schiefgehen, Tatsachen zu schaffen, ohne die älteren Markenrechte zu beachten. Und selbst wenn man das einzig Richtige tut und im Vorfeld Ähnlichkeitsrecherchen beim Patentanwalt in Auftrag gibt: Es ist teuer und es dauert sehr lange, bis man die Markensituation bei häufig verwendeten Marken genau überblickt und man die Eintragungschancen einschätzen kann.
Noch komplexer wird es, wenn ein Markenname international funktionieren soll. Denn mit jedem weiteren Land, das in den Schutzumfang einbezogen wird, steigt der Rechercheaufwand – und sinkt gleichzeitig die Chance, auf freie Namen zu stoßen. Auch die Zahl der betroffenen Waren- und Dienstleistungsklassen spielt dabei eine Rolle. Wer seine Marke breit absichern möchte, muss mit Einschränkungen rechnen. Vor allem dann, wenn der favorisierte Name keine ausreichende Unterscheidungskraft bietet.
Unsichtbar im Internet
Und selbst wenn man einen solchen Namen formal ins Markenregister hineinzwingen kann – was nützt das, wenn er bereits hundertfach existiert?
Dann fehlt es nicht nur an Unterscheidungskraft, sondern auch an Sichtbarkeit. Das gilt insbesondere für die digitale Welt. In Suchmaschinen gehen austauschbare Namen unter, weil sie sich weder klar zuordnen noch auf Anhieb finden lassen. Was bleibt, ist ein Name, der zwar vertraut klingt, aber im Markt keine eigene Identität entfalten kann.
Was NOMEN leistet
Genau hier liegt unsere Aufgabe als erfahrene Agentur für Namensfindung:
- Unseren Kunden eine realistische Einschätzung zu geben,
- frühzeitig markenrechtliche Stolpersteine zu identifizieren und
- einzigartige Naming-Lösungen zu entwickeln, die sowohl rechtlich abzusichern als auch strategisch sinnvoll sind.
In der Naming-Praxis bedeutet das oft auch: Man sollte allzu naheliegende Ideen loslassen und offen sein für neue, unerwartete Denkweisen. Denn die sind langfristig tragfähiger.
Und auch in diesem Fall ist eine markenrechtliche Bewertung und Absicherung unerlässlich. Genau hierfür hat NOMEN ein starkes Netzwerk aus erfahrenen Patentanwälten im Rücken.
Namensfindung ist definitiv kein reines Kreativspiel – sie ist ein komplexer Balanceakt zwischen Markenstrategie, markenrechtlichen Rahmenbedingungen und sprachlicher Wirkung. Wer Markennamen entwickeln will, die Schutz bieten, langfristig tragen und im Wettbewerb differenzieren, braucht beides: Fantasie und Fachkenntnis.
Genau das ist unser Feld. Wir unterstützen dich gerne bei deinem nächsten Naming-Projekt.
Hier geht’s zur unverbindlichen Anfrage: info@nomen.de oder 0211 577 906-0
Foto von James Kern auf Unsplash